Mittwoch, 29. Mai 2013

FAIR PAIR - "Achte Lektion"



Des Deutschen Haus ist sehr solide. Es muss dem Regen und dem Winter trotzen und es muss jeden Tag gelüftet werden.

Womit wir schon bei einem Dauerthema im Gespräch mit unseren Gasteltern hier bei uns in der Agentur sind (ebenso wie das Thema von Gestern: „Wahrheit“).

Ja, die meisten AuPairs haben keine Beziehung zum Lüften. Sie tun es einfach nicht. Wie oft hören wir, dass das AuPair-Bad nach einem Jahr der Nutzung völlig verschimmelt war, oder noch schlimmer das AuPair-Zimmer. Wie oft haben Gasteltern beim Verschieben der Schränke im AuPair-Zimmer unschöne schwarze Flecken an der Wand entdeckt?

Wie kommt es, dass die AuPairs es ignorieren, wenn man ihnen sagt, dass sie jeden Tag das Zimmer und ihr Bad lüften sollen?

Ganz einfach!!! Sie haben es in den letzten 20 Jahren nicht tun müssen!

Viele AuPairs sind in Häusern aufgewachsen, die nicht mal richtige Glasscheiben an den Fenstern haben. Aber definitiv nicht, weil sie aus armen Verhältnissen kämen, sondern weil es in den Ländern einfach nicht notwendig ist. Es ist dort warm genug, noch dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da wäre es blanker Unsinn dichte Fenster mit dichten Glasscheiben zu haben. Fenster im Europäischen Sinne sind nur in Gebäuden notwendig, die eine Klimaanlage haben.

Und jetzt kommen also diese jungen Mensch nach Europa: Neues Land, neue Menschen, neues Job, neue Sprache – Stress pur.

Es überfordert sie einfach total, den kurzen Hinweis von der Gastmutter zu erhalten, dass sie das Zimmer regelmäßig lüften sollen. 1. Was bedeutet Lüften? 2. Was bedeutet regelmäßig? Meint die Gastmutter damit einmal in der Woche oder einmal im Monat?

Was können wir tun, um unser AuPair dazu zu bewegen, das Zimmer regelmäßig zu lüften?

Ganz einfach: Dem AuPair den Unterschied zwischen einem Haus hier bei uns und einem Haus  in der Heimat erklären!

Was müsst ihr also wissen, liebe AuPairs:

  1. Das Deutsche Haus ist eine Festung aus Stein, Beton, Stahl und ich weiß nicht was noch.
  2. Das Deutsche Haus hat so dicke Mauern, das könnt ihr euch nicht vorstellen, die Außenmauern, sind noch viel dicker, als die Mauern zwischen eurem Zimmer und dem nächsten.
  3. Der Deutsche Häuslebauer hat seit ein paar Jahren ein neues Vergnügen für sich entdeckt. Er isoliert sein Haus! Er steckt also sein Haus in eine Art Plastiktüte. Jetzt stellt euch vor, ihr atmet in eine Plastiktüte rein. Feuchtigkeit bildet sich an den Seiten, denn euer Atem hat ja einen HOHEN Feuchtigkeitsgehalt. Stellt euch vor, in eurer Plastiktüte sind auch ein paar kleine Schimmel-Sporen (Sporen sind wie die Embryos von Schimmelpilzen). Oh, die Sporen lieben die Feuchtigkeit in der Plastiktüte und fangen an wunderschön zu wachsen! Und nach einer bestimmten Zeit sind sie herrliche kleine schwarze Schimmelpilze. Eure Gasteltern hassen aber diese Schimmelpilze und eure Lunge auch! Also: keine Schimmelpilze züchten! Ihr müsst Löcher in die Plastiktüte machen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und die niedlichen schwarzen Pilze nicht wachsen. Die Fenster im Haus sind die kleinen Löcher in eurer Plastiktüte. Löcher = Fenster öffnen!
  4. Der Deutsche Häuslebauer hat noch ein weiteres bauliches Bonbönchen (= kleiner Bonbon) entdeckt: Die „dreifachverglasten Fenster“. Hier geht nichts mehr raus und nichts mehr rein. Alles dicht. (By the way: Nein, ihr habt keinen Gehörsturz wenn ihr in eurem AuPair-Zimmer nichts von der Straße hört. Das sind die dicken Wände und die Fenster, die lassen keine Geräusche von außen rein. Das ist normal, ihr werde euch daran gewöhnen.) Ihr seht, auch wegen der wunderbaren modernen Fenster müsst ihr lüften.

 
Da die Deutschen also keinen Wind im Haus haben, keine undichten einfachverglasten oder unverglasten Fenster, da sie Hightech-Isolationsmaterial um ihr Haus gespannt haben, MÜSST ihr jeden Tag das Fenster aufmachen (ganz aufmachen, nicht nur kippen), für mindestens 10 Minuten. Das nennen wir „LÜFTEN“. Denn ihr wollt sicher keine niedliche schwarze Schimmelpilze auf eurer Lunge haben, wenn ihr wieder nach Hause fahrt, oder?
Spaß bei Seite: Schimmel ist wirklich ein Gesundheitsrisiko. Lüften ist eine wichtige Aufgabe, damit man keinen Schimmel im AuPair-Zimmer hat.

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, ob ihr Probleme mit dem Lüften habt ;-)

Dienstag, 28. Mai 2013

FAIR PAIR - "Siebte Lektion"


Im Allgemeinen sind wir Deutschen wahrheitsliebend.

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass für uns gilt: Was keine Wahrheit ist, ist eine Lüge.
Ja, das hört sich jetzt sehr hart an. Und ich weiß, in anderen Ländern wird das nicht so gesehen. Aber so sehen es die Deutschen.

  • Wir kennen keine halben Wahrheiten, um einer unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen,
  • wir kennen keine Ausweich-Informationen, um den anderen das Gesicht nicht verlieren zu lassen.
  • Wir machen keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Lügen.
  • Wir lügen nicht gern für andere.
  • Wir sind in dieser Hinsicht wirklich brutal. Brutal ehrlich.

Das ist natürlich für andere Kulturen schwierig zu ertragen. Häufig haben andere Kulturen das Gefühl, dass wir arrogant und hart sind. Das stimmt aber nicht, wir wollen nur nicht lügen, wir wollen unsere Meinung ehrlich sagen.

Und genau dasselbe erwarten wir von anderen. Wir erwarten Ehrlichkeit.

Warum ist das für euch als AuPairs wichtig?

  1. Wenn ihr im Fragebogen oder in eurer Bewerbung eine Information geschrieben habt, die nicht der Wahrheit entspricht (z.B. „habe Kinder betreut von 1-4 Jahren“, „rauche nicht“…) dann könnt ihr deswegen gekündigt werden. Vielleicht habt ihr jetzt das Gefühl, dass das übertrieben ist. Das mag sein. Aber den Deutschen geht es ums Prinzip. Wir lieben Prinzipien.
  2. Wenn ihr in Deutschland seid, dann denkt euch keine Antworten aus, wenn eure Gasteltern euch etwas fragen. Sagt einfach die Wahrheit. Denn wenn jemand herausfindet, dass ihr nicht die Wahrheit gesagt habt, dann vertraut euch die Gastfamilie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Wenn sie euch nicht vertraut, dann wird es nicht lange dauern, dass sie euch kündigen. Auch das mag sich hart anhören, aber überlegt euch, was euch die Gasteltern anvertrauen: ihre eigenen Kinder! Also das, was sie am meisten lieben. Ist es dann nicht wichtig ein gutes Gefühl dem AuPair gegenüber zu haben?
  3. Wenn ihr in Deutschland seid, und ihr habt das Gefühl, ihr müsst lügen, dann müsst ihr wirklich gut sein darin, damit es niemandem auffällt. Lügen ist eine sehr anstrengende, intellektuelle Hochleistung. Unterschätzt das nicht! Man muss immer aufpassen, die Geschichte muss immer stimmen. Ist das nicht zu anstrengend? Wollt ihr euch wirklich diesen Stress machen? Sowas ist doch nicht notwendig. Denn: Eure Gasteltern sind NICHT eure ELTERN!!! Yipeee! Ihr seid nicht die Kinder von ihnen. Ihr seid hier Erwachsene. Ihr dürft eine eigene Meinung haben! Ihr dürft hingehen wo ihr wollt! Ihr dürft euch treffen mit wem ihr wollt! Ihr dürft auch eure Meinung sagen, wir wollen sogar eure Meinung hören!! Also wozu lügen?

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, was ihr so zum Thema Wahrheit zu sagen habt.

Montag, 27. Mai 2013

FAIR PAIR - "Sechste Lektion"



Was ist das Wichtigste zum Leben? Essen und schlafen. Heute picke ich mir mal das Thema Essen heraus. Wichtig ist es für alle Menschen, aber welche Art von Essen, da wird es schon knifflig.

Wir Deutschen sind meiner Meinung nach - zusammen mit den Briten - die europäische Nation, der das Essen am wenigsten wichtig zu sein scheint. Immerhin haben die Briten ihre Teekultur, mit Sandwiches, Scones etc. Und die Deutschen? Kaffee-Kultur? Sorry, nicht wirklich.

Die Deutschen haben aber zwei Dinge, die speziell sind und die ich in dieser Art noch nirgends auf unserem Globus so in den Alltag eingepflegt gesehen habe:

  1. „Kaffee-Kuchen“
  2. „ABENDBROT“

Bitte seid mir nicht böse, dass ich mich an dieser Stelle über diese so deutsche kulturelle Eigenart nicht in Lobgesang auslassen kann, denn weder „Kaffee-Kuchen“ noch „Abendbrot“ werden bei mir zu Hause gepflegt. Aber ich bin ja auch nicht wirklich eine typische deutsche Gastfamilie. Ich bin die Agentur, die euch die typische Deutsche Gastfamilie zu beschreiben versucht.

Was ist „Kaffee-Kuchen“?

Es ist eine Zeit in den Nachmittagsstunden, etwa von 30 Minuten Länge. „Kaffee-Kuchen“ kann schon um 14:00 Uhr stattfinden, oder erst um 17:00 Uhr. Es gibt dafür keine richtige zeitliche Regel. „Kaffee-Kuchen“ gibt es von Montag bis Sonntag (dann meist deutlich länger als 30 Minuten).
Die Deutschen lieben Kuchen. Richtig große runde Kuchen, manchmal sind sie auch viereckig direkt vom Backblech. Erst in der neueren Zeit greifen Sie zu den kleineren Muffins und wenn wir noch fünf Jahre warten, dann sind Cup Cakes auch hier in aller Munde. Dazu trinken sie Kaffee. Sie sitzen aber nicht zu lang, so wie die Briten beim Tee, denn das Tempo beim Kaffee trinken ist ein deutlich höheres. Der Deutsche ist fleißig und Müßiggang wird in der Arbeits-Woche nicht gern gesehen (daher sitzt er nur am Sonntag länger als 30 Minuten am Kaffee-Tisch).
„Kaffee-Kuchen“ ist eine schnelle Möglichkeit etwas in den Bauch zu bekommen zwischen Mittagessen und Abendessen. Das ist auch notwendig, denn das Abendessen fällt gewöhnlich nicht üppig aus (zumindest von Montag bis Freitag). Und so kommen wir zum zweiten Punkt:

Was ist „Abendbrot“?

Abendbrot ist im Grunde dasselbe wie ein Frühstück, nur eben abends. Die Getränke können etwas anders sein (also kein Kaffee, sondern Bier, Saft,…) und der Brotbelag ist ebenfalls einen Hauch anders, oft mehr fleischlastig (Wurst, Wurstsalat, Eiersalat, Salami). Das Wichtigste aber ist: Das Abendessen ist kalt! Die Basis des Abendessens ist das Brot, oder die "Feierabendbrötchen" (die in der Bäckerei nebenan extra für den Abend in den Nachmittagsstunden gebacken wurden).


Warum ist das für euch wichtig, liebe AuPairs?

  1. Wenn eine Gastfamilie euch abends „nichts“ mehr zu essen gibt, dann nenne wir Deutschen es nicht „nichts“, wir nennen es „Abendbrot“. Bitte ruft mich nicht gleich an, und beschwert euch, dass ihr bei der Gastfamilie nichts zu essen bekommt. Geht zum nächsten Asia-Shop, kauft euch dort Nudelsuppen und macht euch  abends die Nudelsuppen warm (sie kosten nur 50 Cent). Keine Gastfamilie wird euch das verbieten. (Vielen Familien kaufen auch extra für ihr AuPair beim Asia-Shop ein) Ich weiß, dass ihr etwas Warmes abends essen wollt, das will ich auch, aber es ist auch ein Teil vom AuPair-Sein, sich an die Kultur der Gastfamilie anzupassen. Und wenn eure Gastfamilie nur Abendbrot isst, dann müsst ihr euch mit einer Nudelsuppe helfen.
  2. Die Hauptmahlzeit in Deutschland ist ganz klar das Mittagessen. Anders als in Asien, Afrika oder Lateinamerika. Also haut rein beim Mittagessen!!! Essen, essen, essen!
  3. „Heute bleibt die Küche kalt“ ist ein beliebter Spruch bei deutschen Hausfrauen. Das bedeutet, dass sie an dem Tag nicht kochen wollen, also nichts Warmes machen wollen. Wie ich euch schon oben gesagt habe, den Deutschen ist Essen nicht so wichtig, wie anderen Nationen. Aber sie sind trotzdem nett.

Wenn ihr trotz meiner Erklärungen Probleme mit der deutschen Ess-Kultur habt, dann meldet euch bitte bei mir. Ich weiß meistens einen Rat.
Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, ob ich uns Deutschen mit meiner Interpretation von „Kaffee-Kuchen“ und „Abendbrot“ auf die Füße getreten bin. Und bin gespannt darauf, wie ihr AuPairs diese beiden Sitten empfindet, denn ich weiß, dass viele von euch „Kaffee-Kuchen“ toll finden. Was mich immer freut.

Freitag, 24. Mai 2013

FAIR PAIR - "Fünfte Lektion"



Der Deutsche FÄHRT Auto, er tuckert nicht. Wozu hat man sonst schnelle Autos und perfekte Autobahnen? Wenn der Deutsche kann, dann fährt er schnell. Das ist auch kein Problem, denn sein Auto hält es aus, schließlich geht es regelmäßig zur Kontrolle.

Die TÜV-Kontrolle muss der Deutsche machen, ob er will oder nicht. Wie so viele andere Kontrollen… Dann bekommt er ein schönes Schreiben, auf dem steht, dass sein Auto entweder bestanden hat, oder auf den Auto-Friedhof muss.

Was? Das gute Auto auf den Friedhof! Aber es fährt ja noch und sieht doch noch so gut aus! So was verkraften wir nicht, unser Auto auf den Friedhof? Wir haben doch eine BEZIEHUNG zu unserem Auto. Der böse TÜV hat unsere Beziehung beendet.

Wir kennen aber eine humane Lösung: Wir geben unserem ausrangierten Auto ein Gnadenbrot und lassen es nach Polen fahren, oder nach Nordafrika. Quasi auf Urlaub. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Das passiert ja bei euch zu Hause, liebe AuPairs, nicht. Ihr dürft mit dem Auto eurer Wahl fahren, bis es von alleine sagt, dass es nicht mehr weiter fahren möchte.

Das wird der Deutsche TÜV nie verstehen.

Bitte beachtet:
Wenn ihr vom Flughafen Frankfurt von eurem Gastvater oder eurer Gastmutter abgeholt werdet, geht ihr gemeinsam in das Parkhaus, wo das Auto der Familie geparkt steht.
Ihr verstaut euren Koffer, oder zwei, oder drei, im Kofferraum des Autos (nein, nicht neben euch im Auto).
Und dann…schnallt ihr euch an, mit dem Sicherheitsgurt!
Lehnt euch tief in den Autosessel und wenn es sein muss, dann schließt die Augen.
Denn jetzt geht die Fahrt los! Die Fahrt auf einer deutschen Autobahn.

Ich verspreche euch, ihr werdet es überleben. Wenn man das erste Mal schneller als 80-100 km/h fährt, dann ist das natürlich ein seltsames Gefühl. Alles rauscht an einem vorbei, man kann nicht mal die Schilder lesen, die 180km/h drücken einen irgendwie in den Sessel, das Herz rast und die Familie schnattert als wenn nichts wäre. Aber bald schon, spätestens nach drei Monaten, seid ihr es gewöhnt. Und dann seid ihr im Geschwindigkeitsrausch und wollt nie wieder langsamer fahren.

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, wie ihr eure erste Fahrt auf einer deutschen Autobahn empfunden habt. Ist das AuPair von Ihnen auch so still gewesen von Frankfurt nach Hause?

Donnerstag, 23. Mai 2013

FAIR PAIR - "Vierte Lektion"



Rollläden – wir Deutschen haben sie nicht, um das Haus vor Sonne oder Hitze zu schützen, wir bunkern uns damit zu. Rollläden sind die Dinger an unseren Fenstern, die man tagsüber nicht sehen kann. Sie verstecken sich in den Rollladen-Kästen. (Aha, ist euch aufgefallen? Wir sagen Rollläden mit ä, aber wenn wir von dem Kasten sprechen in dem sie drin sind sagen wir es mit a. Und habt ihr schon mal ein Wort in einer anderen Sprache gesehen, welches 3 Ls hintereinander hat?)

Die Rollläden schützen uns Deutsche vor den Nachbarn, die uns reinschauen könnten, wenn wir Abendessen! Wir sind gern unbeobachtet! Und vor den vielen Dieben! Denn die können nicht durchs Fenster rein, wenn die Rollläden unten sind. Sicherheit geht vor in Deutschland.

Nein, wir haben nicht die romantischen Fensterläden wie unsere Nachbarn in Frankreich oder Italien. Wir haben die einbruchsicheren, feuerfesten, 100Jahre-Garantie-drauf Rollläden, die jeden Abend entweder mit einem elanganten elektronischen Brummen herunterfahren, oder in einem Angst einjagenden „Ratsch!“ einfach von oben nach unten fallen.

Beachtet bitte:
Rollläden nicht gleich runter fahren lassen, wenn endlich mal Sonne am Himmel ist! Lasst die Sonne ins Haus!

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, wie ihr die Sache mit der Sicherheit seht.

Mittwoch, 22. Mai 2013

FAIR PAIR - "Dritte Lektion"




Gummibärchen sind keine Tiere. Das Wort Gummibärchen müsst ihr als AuPairs schnell lernen, es ist die Lieblings-Süßigkeit deutscher Kinder. Gelatine, Zucker und Farbe in einer niedlichen Teddyform.

Sie eignen sich besonders gut dafür Kinder zu etwas zu bewegen, was sie eigentlich nicht machen wollen. Eine Taktik, die wir Mütter dauernd benutzen, über die wir aber ja nicht öffentlich sprechen möchten. Denn so etwas ist nicht pädagogisch wertvoll. Und Süßigkeiten, nein, das dürfen unsere Kleinen eigentlich nicht. Eigentlich!

Ich sage euch, benutzt die Gummibärchen, denn sie bringen euch bei Kindern ab 2 Jahren ans Ziel.

Beachtet aber:
Man kann schnell zu viele davon essen und dann…hat man Bauchschmerzen. Im Magen blähen sich nämlich diese kleinen Teddys auf die fünffache Größe auf. Da deutsche Mütter aus EIGENER Erfahrung dieses Problem kennen, gibt es die süßen kleinen (umweltunfreundlichen) Päckchen mit einer geringen Anzahl an Gummibärchen drin. Alle Kinder kennen diese Portion und sind normalerweise damit zufrieden. Normalerweise!

Wenn ihr mal mehr als nur ein kleines Tütchen Gummibärchen braucht, dann besucht die Seite von Haribo, der Heimat aller Gummibärchen.

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, wie ihr eure Kinder dazu bringt ungeliebte Sachen zu machen und was ihr von Gummibärchen haltet.

Dienstag, 21. Mai 2013

FAIR PAIR - "Zweite Lektion"




Höflichkeit hilft immer! Auch im modernen Deutschland ist Höflichkeit noch nicht ganz ausgestorben.

Wenn wir zum Beispiel beim Bäcker etwas kaufen wollen, dann sagen wir zu Beginn „Guten Tag“, und wir sagen auch „Danke“, wenn man uns das Brot reicht und wenn wir das Geld der Verkäuferin geben kann uns auch mal ein „Bitte“ ausrutschen. Am Schluss wird dann ALLEN im Raum ein „Tschüss“ geschenkt.

Beachtet bitte:
Wir dehnen das ü beim Tschüss ein wenig, wenn wir besonders höflich und freundlich sein wollen. Wenn wir das Tschüss sehr kurz sagen und laut dazu, ist es alles andere als nett. Also mir nachsprechen: „Tschüüüüüss!“

 
Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, ob ihr die Deutschen höflich findet, oder welche anderen Höflichkeiten euch besonders aufgefallen sind.

Montag, 20. Mai 2013

FAIR PAIR - "Erste Lektion"



Wenn die Deutschen an einem beliebigen Tag im Jahr ihren eigenen Schatten sehen können, dann sprechen sie vom „schönen Wetter“. Wir sind nämlich schon damit zufrieden, wenn es so hell ist, dass man einen Schatten wirft und erwarten auch keine Wunder, also keinen blauen Himmel.

Der blaue Himmel wird uns leider nicht oft geschenkt. Vielleicht meint Petrus [der ist nämlich bei uns Deutschen für das Wetter zuständig (Adresse: Himmelsstrasse 4, Wolke 7)], dass wir ein so arbeitsames und fleißiges Volk sind, dass wir den blauen Himmel gar nicht genießen könnten. Es wäre also quasi an die Deutschen verschwendet. Daher beehrt er andere Länder mit dem blauen Himmel, die wohl besser genießen können. Und wir gucken in die Röhre, nein, ich meine, in den Regen. Regen ist ja auch gut für den Garten! Und weil wir Deutschen uns das Wetter so schön reden können, freue wir uns ungemein über UNSEREN SCHATTEN.

Beachtet also:
In Deutschland ist das Wetter meistens mies. Es ist die meiste Zeit des Jahres kalt, bewölkt (also wirklich bewölkt: GRAU!) und regnerisch. Warum wir dann hier leben? Keine Ahnung!

Beachtet weiterhin:
Vergesst nie auf eurem Flug nach Deutschland folgende Dinge:

  1. Dicke Jacke (Gibt es in Südostasien und auf Madagaskar in den Hauptstädten zu kaufen. Doch, wirklich! In den Departmentstores, die auch Versace und Hermès führen. Denn nur die reichen Asiaten können sich einen Skiurlaub leisten und benötigen eine Winterausrüstung.)
  2. Socken (Ich weiß, ihr seid es nicht gewohnt Socken zu tragen. Und ihr wollt auch im deutschen Winter/Frühling/Herbst im Haus barfuß rumlaufen. Aber ich sage immer: Kalte Füße machen kalte Nase. Und kalte Nase gibt einen dicken Schnupfen. Und das letzte was ihr zu Beginn eures AuPair-Jahres braucht ist eine Erkältung. Und darüber hinaus: Wir frieren noch mehr, wenn wir euch im Haus barfuß rumlaufen sehen und überschlagen im Kopf schon die Arztkosten, die wegen eurer Erkältung entstehen und die Notwenigkeit einer zusätzlichen Hilfe, da ihr sicher 14 Tage krank sein werdet. Stresst uns also nicht, und zieht eure SOCKEN an!!)
  3. Jede Menge MPD3-Songs aus eurer Heimat auf eurem Handy. (Denn sie wärmen zumindest euer Herz. Klar ihr könnt auch hier über YouTube die Musik hören, oder sie euch runterladen, aber was ihr dabei habt, habt ihr dabei!)
  4. Euren Sonnenschirm (Denn den braucht ihr hier als Regenschirm.)

Aber sonst ist Deutschland echt schön!

Bitte eure Kommentare hier unten in die Kommentar-Box schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, was ihr zum Deutschen Wetter sagt.

Sonntag, 19. Mai 2013

FAIR PAIR - "Frau Borgers sagt..."



Wozu braucht man eine AuPair-Agentur? Haben Sie viele Kunden? Das werde ich oft gefragt. Wozu braucht eine Familie eine Agentur, wenn es doch im Internet so viele Plattformen gibt, die hunderte von AuPairs kostenlos anbieten?

Ganz einfach: Wenn eine Familie, die Entlastung und Hilfe braucht, die Zeit hat das Rad neu zu erfinden und alle Fehler, die wir Gastfamilie zu Beginn wirklich ALLE machen, auch machen will, dann ist das Internet die richtige Wahl.

Wenn man sich aber diese Mühe sparen möchte und jemanden haben möchte,

der selbst jahrelang AuPairs hatte, hunderte von Gastfamilien betreut hat und ebenso viele AuPairs nach Deutschland vermittelt hat,

wenn man jemanden haben möchte,

der Rat weiß,  bei kleinen und großen Problemen,

wenn man jemanden haben möchte,

der die Kultur des AuPairs kennt und auf einfache und praktische Art und Weise erklären kann,

dann braucht man eine Agentur.

Es gibt noch viele andere Gründe eine Agentur zu nehmen, aber ich finde das hier sind die wichtigsten.

In den nächsten Tagen will ich aber den Fokus auf unsere eigene Kultur lenken, auf die deutsche Kultur. Ab Montag beginnt hier auf meinem Blog eine überaus seriöse Reihe mit dem Namen „Frau Borgers sagt…“.

In ein paar Lektionen erkläre ich den AuPairs die deutsche Kultur. Bin schon gespannt, was IHR (Gastfamilien UND AuPairs) dazu sagt ;-)
[Ich spreche zwar in meinen Lektionen die AuPairs an, aber eigentlich spreche ich uns Deutsche selbst an. Somit ist es ein Lesevergnügen für die ganze Familie :-) Ist das nicht wunderbar?]

Ich freue mich über eure Kommentare und Fragen hier unten in der Kommentar-Box, oder auf Facebook.

Sonntag, 12. Mai 2013

LENES ART - "Lilo"




Die Kette „Lilo“ kennt ihr schon von meiner April-Aktion „Die wilden 20er“. Heute möchte ich euch die Ohrringe zu „Lilo“ vorstellen. 
Sie kommen in drei Varianten: Samt, Cool und Mandarine.

Samt
 
Cool
 
Mandarine

„Lilo“ ist die kleine, aber absolut sommerliche Kollektion 2013 in der angesagten Trendfarbe Koralle. Sie strahlt Fröhlichkeit, Selbstbewusstsein und Humor aus.


(Foto über Pinterest)
 
Zu Lilo passt der gerade vor 7 Tagen neu rausgekommene Nagellack von Chanel, der sogar auch ähnlich heißt: „Lilis“.
Love it! Must have it!



Das wichtigste was man beim Tragen von „Lilo“ beachten muss ist: Nehmt das Styling nicht zu ernst! Tragt „Lilo“ mit Humor und Mut zur Farbe. Denn 2013 ist der Griff in den vollen Farbtopf so dermaßen erlaubt und erwünscht, was in den letzten 20 Jahren nicht der Fall war. Stimmt, da muss man sich erst wieder daran gewöhnen.
 
 
In unserem Online-Shop könnt ihr jetzt die Kette und den Ohrring eurer Wahl (Samt, Cool oder Mandarine) auch zusammen im Set kaufen zu einem Sonderpreis von nur 52,00 Euro. Solltet ihr euch nicht entgehen lassen!
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